Neue Wege

Nachhaltiges Handeln ist für uns mehr als eine Pflicht – es ist eine Überzeugung. Wir wollen die Prozesse entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette nachhaltiger gestalten: bei unseren Lieferanten, in unserer Supply Chain sowie bei unseren Kunden und Konsumenten. Dazu finden wir immer neue Wege, um in allen Bereichen noch besser zu werden.

So haben wir 2016 in Nordamerika eine Partnerschaft mit TerraCycle gestartet, einem Unternehmen, das Recycling-Lösungen für Materialien anbietet, für die derzeit keine Sammelsysteme existieren oder die normalerweise nicht recycelbar sind, zum Beispiel wegen Produktrückständen in der Verpackung. Kunden unseres Unternehmensbereichs Adhesive Technologies können nun nach der Anwendung ihre gebrauchten Klebstoffverpackungen einer neuen Verwertung zukommen lassen: Leere Loctite-Spezialklebstoff-Flaschen werden in speziellen Recyclingboxen gesammelt und dann zu TerraCycle geschickt. Dort werden sie in einem gemeinsam mit Henkel entwickelten Spezialverfahren zunächst vom Restklebstoff befreit und dann wieder verwertet. Die gesäuberten Flaschen werden geschmolzen und zu Pellets verarbeitet, die zur Herstellung neuer Produkte wie Müllcontainern, Gießkannen und Gartenmöbeln dienen. Dieses Recyclingverfahren soll in Zukunft auch in Europa eingeführt werden.

TerraCycle employee demonstrating how to handle the recycling boxes to her project partners from Henkel at TerraCycle headquarters.

In der Zentrale von TerraCycle in Trenton, New Jersey, demonstriert Rhandi Goodmann von TerraCycle (Mitte) ihren Projektpartnern Simon Mawson (links) und Chris Stanford von Henkel die Anlieferung von Recyclingboxen.

Nachhaltigkeit endet bei Henkel nicht am Fabriktor, sondern treibt Fortschritte auch am Ende der Wertschöpfungskette voran. In Nordamerika startete im Jahr 2016 eine Partnerschaft mit TerraCycle, einem Unternehmen, das Recycling-Lösungen für Materialien anbietet, die normalerweise nicht recycelbar sind – in diesem Fall gebrauchte Klebstoffflaschen.

Bald wird Henkel das Recyclingverfahren auch in Europa einführen und seinen Kunden anbieten. Zudem arbeiten unsere Experten momentan gemeinsam mit TerraCycle auch an einem Recyclingverfahren für gebrauchte Loctite-Sekundenklebstoffflaschen.

Wir sind der erste Klebstoffhersteller, der diese Art von Recyclinglösung anbietet. Die Teams von Henkel und TerraCycle haben gemeinsam an der Entwicklung eines Verfahrens gearbeitet, das den Klebstoff deaktiviert. Dadurch kann er leichter aus der Kunststoffverpackung entfernt werden. Die Verpackungen werden dann geschmolzen und zu Pellets verarbeitet, die zur Herstellung neuer Produkte wie Gießkannen, Müllcontainern, Parkbänken und Gartenmöbeln verwendet werden.

Wie es funktioniert

  1. Die Kunden kaufen die Recyclingbox vom Henkel-Vertriebshändler oder dem Loctite-Vertreter.
  2. Wenn die Box voll ist, schicken die Kunden sie an TerraCycle.
  3. TerraCycle behandelt die leeren Loctite-Behälter durch Erhitzen oder Einfrieren, um den Klebstoffrückstand zu deaktivieren und dann zu entfernen.
  4. Die Behälter werden dann zerkleinert und pelletiert.
  5. Die Pellets werden zu neuen Kunststoffprodukten – alles von Müllcontainern über Gießkannen und Parkbänke bis hin zu Plastikmöbeln.

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Interview mit Rhandi Goodman

Rhandi Goodman von TerraCycle spricht über die Zusammenarbeit mit Henkel. (Video auf Englisch)

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Interview mit Simon Mawson

Simon Mawson von Henkel Adhesive Technologies spricht über das Recycling von Loctite-Flaschen. (Video auf Englisch)

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Open Slideshow The Loctite bottles collected in the container are turned into recycling pellets that form the basis for new products.

Aus den in den Containern gesammelten Loctite-Flaschen werden durch das Recycling Pellets, die der Grundstoff für neue Produkte sind.

Open Slideshow Pellets made out of recycled Loctite bottles

Aus den Pellets entstehen später neue Produkte wie zum Beispiel Gießkannen.

Open Slideshow The empty adhesive bottles are collected by Henkel customers and sent to TerraCycle for recycling.

Die leeren Klebstoffflaschen werden vom Henkel-Kunden gesammelt und an TerraCycle zum Recycling geschickt.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie im Überblick

Unser Unternehmenszweck „Nachhaltig Werte schaffen“ ist bei Henkel gelebte Tradition und ein klares Versprechen für die Zukunft. Das Engagement von Henkel und die Verpflichtung, unsere führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit stetig auszubauen, ist tief in unseren Unternehmenswerten verwurzelt. Die Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung ist als Ziel schon seit Jahrzehnten fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur.

Die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit hat sich bei Henkel kontinuierlich entwickelt. Als der Kaufmann Fritz Henkel 1876 seine Waschmittelfirma gründete, hatte er die Vision, das Leben der Menschen leichter, besser und schöner zu machen. Von Anfang an übernahm das Unternehmen Verantwortung für Mitarbeiter, Nachbarn und die Gesellschaft. Heute hat Henkel weltweit Managementsysteme für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt eingerichtet und den Gedanken der Nachhaltigkeit fest in den Unternehmenswerten verankert.

In unseren Unternehmenswerten verpflichten wir uns, unsere führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit stetig auszubauen. Als Vorreiter wollen wir neue Lösungen vorantreiben und unser Geschäft verantwortungsvoll und wirtschaftlich erfolgreich weiterentwickeln.

Nachhaltigkeit im Überblick

Nachhaltigkeit im Überblick

Wir wollen mit weniger Ressourcen mehr erreichen. Das heißt, wir schaffen mehr Wert für unsere Kunden und Verbraucher, unser gesellschaftliches Umfeld sowie unser Unternehmen bei einem kleineren ökologischen Fußabdruck.

Unser 20-Jahres-Ziel bis 2030 ist die Verdreifachung des geschaffenen Werts im Verhältnis zum ökologischen Fußabdruck unserer Geschäftstätigkeit, Produkte und Dienstleistungen. Dieses Ziel, dreimal effizienter zu werden, bezeichnen wir als Faktor 3. Dabei konzentrieren wir unsere Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette auf sechs Fokusfelder. Sie spiegeln die für uns relevanten Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung wider.

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